Sylt bei Regen – 10 besondere Tipps

Das Sprichwort „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung“ gilt fast nirgendwo so sehr wie auf Sylt. Denn ausgerüstet mit Gummistiefeln und Regenmantel lässt es sich auch bei Schmuddelwetter sehr gut auf der Insel aushalten.

Ihren Regenschirm allerdings können Sie getrost Zuhause lassen, denn der würde dem Sylter Wind, der auch im Sommer oft kräftig weht, nicht lange standhalten. Und auch der Regen verschont den Sommermonate leider nicht: Mit durchschnittlich zwölf Regentagen ist der August genauso nass wie der Januar, am wenigsten Regen ist im Juni zu erwarte. Die gute Nachricht: So schnell wie der Regen kommt, so schnell verzieht er sich meistens auch – dem stetigen Westwindsei Dank. Und sollte sich der Regen doch einmal länger über der Insel halten, testen Sie doch einmal einen unserer folgenden Schlechtwettertipps: 

1: Besuch der Sylter Manufakturen

Die Sylter sind kreativ und erfinderisch. Davon können Sie sich bei einem Besuch der zahlreichen Insel-Manufakturen überzeugen und sich das ein oder andere selbstgemachte Stück als Urlaubserinnerung mit nach Hause nehmen. Wie wäre es zum Beispiel mit handgeschöpfter Seife aus Schafsmilch, Meeresschlick oder Sylter Rosen? In ihrer kleinen Manufaktur (www.sylterseifen.de) am Morsumer Bahnhof stellt Kirsten Deppe Seifen her, die alle ein Stück Sylt enthalten und bietet zudem eine kleine Auswahl an Bad- und Wohnaccessoires an. Ein Stückchen weiter westlich, in Tinnum, gibt es gleich mehrere Manufakturen, die einen Besuch – nicht nur bei Regenwetter – lohnen: In den „Sylter Werkstätten“ (www.sylter-werkstaetten.de) fertigen Menschen mit Behinderung in liebevoller Handarbeit Kerzen und allen Farben und Formen und verschiedene Müslimischungen. Außerdem bieten sie in ihrem Verkaufsraum nahe dem Flughafen auch Produkte befreundeter Werkstätten an. Darunter zum Beispiel Olivenöl, Keramik, Kaffee und sogar Hunde- und Pferdekekse. Gleich um die Ecke wartet das Paradies für alle Schokoholics – die Sylter Schokoladenmanufaktur (www.cafe-wien-sylt.de). Rund 340 Sorten des süßen Glücklichmachers gibt es hier, darunter so ausgefallene Geschmacksrichtungen wie Popcorn oder Limette-Buttermilch-Knallbrause. Daneben werden aber auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten angeboten. Zudem kann man den Chocolatiers bei der Arbeit zuschauen.

2: Wellness mit Meerblick

Ein Besuch des Syltness Centers (www.syltnesscenter.de) ist gerade bei Schmuddelwetter eine wahre Wohltat für Körper und Seele. In der Nähe der Westerländer Promenade finden Wellness-Fans hier auf 5.000 Quadratmeter alles, was das Herz begehrt: diverse Saunenund Dampfbäder, Massageanwendungen von klassisch bis exotisch, Kosmetikbehandlungen und ein breites Sportangebot – und das alles mit Meerblick. Besonders beliebt sind die Wellnessanwendungen mit Syltbezug, wie zum beispiel die Meeresgesichtsbehandlung mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Austernschalen und Algen, oder eine Massage, bei der man entspannt im warmen Quarzsand liegt und sich dabei fast wie am Nordseestrand fühlt. Außerdem bietet das SPA am Meer seinen Besuchern Ernährungscoachings, Make-Up-Beratung und Physiotherapie – also alles, um sich nach einem verregneten Tag wie neu geboren zu fühlen. Und das Beste: Während Sie so richtig schön entspannen, können Sie Ihre Kinder direkt nebenan in der „Villa Kunterbunt“, dem Spieleparadies für kleine Sylt-Besucher, liebevoll betreuen lassen. 

Video: Sylt bei Regen

3: Spiel und Spaß im Ferienhaus

Gerade bei schönem Wetter und einer so abwechslungsreichen Insel wie Sylt nutzt man sein Ferienhaus oftmals nur zum Schlafen – oder aber an Regentagen. Eigentlich schade, denn unsere Unterkünfte auf Sylt sind alle liebevoll für Sie ausgesucht und eingerichtet. Da kommt einem ein Regentag ja eigentlich genau richtig, um sein Urlaubszuhause einmal so richtig zu nutzen. Schlafen Sie doch einmal richtig lange aus, verbringen Sie den Vormittag mit dem Lesen eines spannenden Sylt-Krimis auf Ihrem gemütlichen Sofa oder kochen Sie mit der ganzen Familie Ihr Lieblingsessen – Sie verpassen draußen ja nichts und werden sehen, dass ein entspannter Tag im Ferienhaus auch sein Vorzüge hat. Und sollte es Ihnen dennoch einmal langweilig werden, empfehlen wir Ihnen während einer Regenpause den Besuch der Inselbücherei in Westerland. Neben einem riesigen Angebot an Büchern für große und kleine Leseratten, können Sie sich hier auch Zeitschriften, DVDs, Hörbücher und Gesellschaftsspiele ausleihen.  

4: Inselrundfahrt mit dem Bus

Wer sitzt bei schönstem Sonnenschein schon gerne im Bus, wenn man stattdessen das Inselleben genießen kann. Bei Regen aber ist dies eine der bequemsten und vor allem trockensten Möglichkeiten, Sylt zu erkunden und neue Orte zu entdecken. Zur Wahl stehen dabei eine große und eine kleine Rundfahrt, alle starten am Bahnhof Westerland und werden von der „Sylter Verkehrsgesellschaft“ angeboten. Die kleinere Tour führt über Wenningstedt und Kampen über das Wanderdünengebiet bis in den nördlichsten Ort Deutschlands, List. Während eines kurzen Stopps können Sie hier ein wenig Hafenluft schnuppern, ein Fischbrötchen bei Gosch essen oder im kleinen Einkaufszentrum „Alte Tonnenhalle“ nach Souvenirs stöbern. Anschließend lernen Sie den östlichen Teil Sylts mit seinen Dörfern Braderup, Munkmarsch, Keitum und Tinnum kennen, bevor es dann schließlich zurück nach Westerland geht. Die große Inselrunde führt noch weiter in den Süden nach Rantum und Hörnum, wo Sie die Möglichkeit haben, an einer Kurzseefahrt teilzunehmen. Egal, für welche Tour Sie sich entscheiden, Ihr persönlicher Chauffeur zeigt Ihnen die schönsten Stellen und erzählt die spannendsten Geschichten – manchmal sogar auf Sylter Friesisch. Alle Infos zu Preisen, Routen und Abfahrtzeiten finden Sie hier: https://www.svg-busreisen.de/angebote/inselrundfahrten/

5: Die SyltFun-Halle in Wenningstedt

Für große und kleine Inselgäste, die sich so richtig austoben und neue Sportarten ausprobieren möchten, lohnt die „Sylt4Fun-Halle“ in Wenningstedt einen Besuch. Auf 350 Quadratmetern gibt es hier jede Menge Spaß und Action – und das zu wirklich familienfreundlichen Preisen: Von der Trampolinanlage über die Hüpf- und Kletterburg bis hin zur Pumptrack, einem über 70 Meter langen Parcour mit verschiedenen Wellen und Kurven. Dieser kann mit dem Roller, dem Skateboard oder dem Bike befahren werden. Ziel ist es, beim Durchfahren des Parcours die Geschwindigkeit nur durch Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers zu erhöhen. Ein weiteres Highlight sind die riesige Boulderwand, an der bereits Kinder ab 6 Jahren das Klettern üben können, und ein Schrägtrampolin im 45-Grad-Winkel. Wer nach all den tollen Angeboten noch Kondition hat, sollte unbedingt noch den Skimboard-Pool testen. Dort steht man auf einer Art kleinem Surfbrett, das sich durch das Prinzip des Aquaplanings im nur drei Zentimeter tiefem Wasser in alle Richtungen bewegen lässt.

6: Ein Spaziergang am Strand

Hartgesottene Sylt-Fans wagen sich auch bei Sturm und Regen an den Strand und werden dafür mit einer einzigartigen Atmosphäre belohnt. Warm und wasserdicht eingepackt können Sie die Naturgewalten hautnah miterlebt werden – allerdings am besten an einem Strand mit ausreichend Unterstellmöglichkeiten wie beispielsweise dem Brandenburger Strand in Westerland. Ein Spaziergang an einsamen Abschnitten wie dem Ellenbogen oder der Südspitze sind nur bei gutem Wetter empfehlenswert. Genießen Sie den menschenleeren Strand, das Spiel der Wolken am berühmten weiten Sylter Himmel und lassen Sie sich vom Sturm so richtig schön durchpusten. Das tut gut und ist auch noch gesund. Grund dafür ist das so genannte Meeresaerosol, also die feinen Tröpfchen Meerwasser, die von der Brandung erzeugt und vom Wind über den Küstensaum verteilt werden. Atmet man diesen Sprühnebel ein, nimmt man mehr als 30 wichtige Spurenelement und Mineralien wie Jod, Natrium, Magensium und Eisen auf. Außerdem ist die Luft am Meer fast völlig frei von Schadstoffen und wirkt sich somit positiv auf Krankheiten wie Asthma und Allergien aus.

7: Museumsbesuch in Keitum

Im hübschen Keitum, wo einst die Sylter Kapitäne und Walfänger lebten, findet man gleich zwei lohnende Museen (www.soelring-museen.de), die einen spannenden Einblick in diese längst vergangene Zeit geben: Das „Altfriesische Haus“ und das „Sylter Heimatmuseum“. Ersteres ist, wie der Name bereits verrät, ein altes reetgedecktes Friesenhaus aus dem Jahr 1739. Die Räume wurden weitestgehend in ihrem ursprünglichen Zustand belassen, um den Besuchern einen Eindruck davon zu vermitteln, wie die Friesen vor vielen hundert Jahren lebten. Auf dem Rundgang entdeckt man jede Menge Alltagsgegenstände und originalgetreue Möbel wie das „Alkovenbett“, das früher meist in einen Schrank eingebaut war und in dem man – dank seiner geringen Länge von nur 1,60 Metern – eher sitzend als liegend schlief. Außerdem gibt es den so genannten „Pesel“ zu bewundern, einen aufwendig eingerichteten und prunkvoll dekorierten Raum, der früher Ort für Familienfest und Gästeempfänge war. Wer noch mehr über die Geschichte der Sylter erfahren möchte, kann das nur wenige Meter entfernte Heimatmuseum besuchen. Hier kann man sich auf eine spannende Zeitreise begeben und erfährt alles Wissenswerte über die Insel – von ihrer Entstehung in der vorletzten Eiszeit bis ins 18. Jahrhundert.  

8: Kaffeeklatsch in der „Kupferkanne“ in Kampen

Fragt man Sylt-Reisende nach der Kampener „Kupferkanne“ (www.kupferkanne-kampen.de), so fällt ihnen – neben dem leckeren hausgemachten Kuchen – wahrscheinlich als erstes der wunderschöne Kaffeegarten direkt am Watt ein. Mit den verwinkelten Gängen zwischen hohen Kiefern und rosa-blühenden Heckenrosen und den darin herumstolzierenden Pfauen gleicht dieser fast schon einem verwunschenen Park. Kein Wunder also, dass viele nur bei gutem Wetter die „Kupferkanne“ besuchen, um es sich in diesem wunderschönen Garten bei Kaffee, Kuchen und Wattblick gut gehen zu lassen. Und so ahnen die meisten Besucher gar nicht, was sie im Inneren des ehemaligen Bunkers, der in den 1950er Jahren Treffpunkt bedeutender Sylter Künstler war, verpassen. Denn auch dort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre: Ein Labyrinth aus Gängen, Treppen und Etagen, ein Sammelsurium von bunten Bildern und ausgefallenen Skulpturen, dazwischen traditionelle Friesen-Möbel, alte Kaffeemühlen, ein grottenartiger Gewölbekeller und und und. Im Inneren der „Kupferkanne“ kann man sich nicht nur bei jedem Besuch aufs Neue verlaufen, sondern entdeckt auch immer wieder etwas Neues.

9: Einen Workshop besuchen

Auf Sylt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich auch im Urlaub weiterzubilden oder Neues zu lernen. So können Sie zum Beispiel in Tinnum einen Bogenbaukurs besuchen und in einem Tages-Workshop lernen, wie man damit schießt. Das Erlernte kann dann direkt vor Ort auf einem 1.000 Quadratmeter großen Schießplatz mit 3D-Zielen ausprobieren. Infos zu den Kursen und Workshops gibt es unter www.yousakka.de

Oder wie wäre es, wenn Sie Ihre Cocktails künftig selbst mixen könnten? Das dazu notwendige Know-How vermittelt der Sylter Cocktail- und Weinexperte Nils Lackner (www.nilslackner.com). Dieser verwendet in seinen unterhaltsamen Kursen fast ausschließlich Sylter Zutaten und zaubert daraus Kreationen wie den „Sylter Meersalz Martini“ oder den „Heiderosen Cocktail“. Ebenfalls hochprozentig geht es in den Whisky-Tastings im „Sylter Trading Kontor“ (www.sylter-trading.de) in Rantum zu. Die Teilnehmer des Tastings erwartet eine spannende Erkundungsreise durch Schottland, bei der sie alles über die Whisky-Sorten der „Sylter Trading“ erfahren – darunter auch eine, die mit echtem Nordseewasser verfeinert wurde. Und auch für die kleinen Gäste, hält die Insel tolle Workshops bereit. So können sie zum Beispiel beim Tischler und Holzbildhauer Matthias Poppek in Braderup (www.workshop-sylt.de) das Schnitzen und Bildhauen lernen und ganz nebenbei auch noch viel Spannendes rund ums Thema „Holz“ erfahren.  

10: Casino und Kino in Westerland

Ein Abstecher nach Westerland lohnt auch bei Regen. Und das nicht nur, weil man dort in den beiden Fußgängerzonen (fast) trockenen Fußes von einem Geschäft ins nächste kommt, sondern auch, weil es in der „Inselhauptstadt“ ein Casino gibt – und zwar das kleinste Deutschlands. Das öffnet, bis auf den Automatenspielbereich, zwar erst abends, aber die Zeit bis dahin können Sie sich bestens im Kino vertreiben, denn auch das gibt es in Westerland. Neben aktuellen Filmen werden hier regelmäßig Live-Konzerte, sowie Ballett- und Opernaufführungen aus New York und London gezeigt. Wem der Sinn doch eher nach Shoppen steht: In der Friedrichstraße und der parallel verlaufenden Strandstraße, die beide an der Strandpromenade enden, finden Sie wirklich alles. Vom Modediscounter über die Edel-Boutique, vom Kinderladen bis zum Hunde-Shop. Daneben Souvenir- und Teegeschäfte, Antiquitätenläden, Buchhandlungen sowie jede Menge nette Cafés und Kneipen.

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